Unified Communications (UC)
Einfach und zielgerichtet kommunizieren
Ohne Internet, E-Mail oder Mobilfunk geht im Geschäftsalltag nichts mehr, versprechen die modernen Medien doch eine universale Erreichbarkeit. Dieses Versprechen wird aber nicht immer eingelöst. Durch die immer komplexer werdende Kommunikationslandschaft geraten Anwender in die paradoxe Situation, dass der gewünschte Gesprächspartner im "Wald der modernen Medien" verschwindet. Das kostet Zeit und Geld. Unified Communications (UC) verspricht Abhilfe.
Bisher werden die Errungenschaften des Medienzeitalters unabhängig voneinander eingesetzt. Wird der gewünschte Gesprächspartner nicht über das Medium der Wahl (z. B. Festnetz) erreicht, müssen weitere Versuche über andere Kommunikationsmedien gestartet werden. UC geht einen entscheidenden Schritt weiter und setzt auf die Bündelung dieser Medien in einem Kommunikationssystem. In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Begriff Next Generation Network (NGN).
Netzwerke der nächsten Generation
Next Generation Network (NGN) steht für die komplette Integration der Telekommunikationsmedien in IP-Netzwerke. Damit übernimmt z. B. das Internet auch die Aufgaben des Fest-, des Mobilfunknetzes. Jeder Teilnehmer ist in einem solchen Szenario unabhängig vom Endgerät immer über denselben Kanal erreichbar. Online-Präsenzinformationen, wie sie vom Instant Messaging bekannt sind, vereinfachen dabei die Kontaktaufnahme. Nutzer erfahren über das Netz, ob der gewünschte Gesprächspartner gerade online ist und über welches Medium er am besten erreicht werden kann.
Eine Ergänzung zur IP-basierten Telekommunikation bietet Fixed Mobile Convergence (FMC). Unter diesem Schlagwort wird das Zusammenwachsen von Fest- und Mobilfunknetzen unter Einbeziehung aller verfügbaren Technologien verstanden. Dabei nutzen die Anwender zukünftig nur noch ein Endgerät, das nach Bedarf, z. B. mit Hilfe des Roamings, zwischen den Kommunikationskanälen hin und her wechselt. Natürlich besitzt das Endgerät auch eine IP-Schnittstelle.
Medienkonvergenz als Ziel
Unified Communications ist keine Utopie mehr. Moderne serverbasierte Kommunikationssysteme, wie z. B. Office Communications Server (OCS) von Microsoft, stellen dafür unternehmensweit die Infrastruktur bereit.
Ihre volle Wirkung entfaltet die "zusammengeführte Kommunikation" jedoch erst, wenn alle Teilnehmer in jeder Situation und aus jeder Anwendung heraus den gewünschten Gesprächspartner erreichen. Deshalb lohnt sich im Vorfeld ein genauer Blick auf die Unternehmensprozesse und die damit verbundenen Anwendungen (ERP-System, Groupware), um eine nahtlose Integration zu gewährleisten. Das spart nicht nur Kosten und Zeit im Arbeitsalltag. Mindestens genauso attraktiv sind die geringeren Kosten, die bei Beschaffung, Wartung und Support durch Beschränkung auf nur eine Kommunikationsplattform anfallen.